Die Vereinsgeschichte des 1. TC Ittersbach von 1945 - 2004

Tischtennis war bis zum Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 in Ittersbach eine unbekannte Sportart. Man hatte zwar schon etwas von „Ping-Pong“ gehört, aber nur wenige konnten mit diesem Begriff etwas anfangen. Kriegsgefangene, wie Fritz Axtmann, Erhard Becker, Eugen Kern und Fritz Ketzel lernten das Spiel mit der Zelluloidkugel während ihrer Gefangenschaft in England und in den USA kennen und verbreiteten es nach ihrer Heimkehr hier. Sie und andere an Tischtennis interessierte Sportkameraden sind es gewesen, die im Winter 1945/46 initiativ wurden und gemeinsam ihre erste Tischtennisplatte „zimmerten“. Das Material hierzu besorgten sie sich von der damaligen Kriegs- und Bauruine im Stöckmädle. Als Übungsraum diente zunächst der „Gelbe Schulsaal“ der damaligen Volksschule. Da die dort vorhandenen Lichtverhältnisse bei weitem nicht ausreichten, war man auf die Unterstützung von Freunden und Gönnern angewiesen. Jeweils vor Trainingsbeginn musste die bei Robert Kappler ausgeliehene Lampe mit einer 200-Watt-Birne notdürftig montiert und nach dem Training wieder abgebaut und zurückgebracht werden.

Später wechselten die Tischtennisspieler in den Saal der Gastwirtschaft „Zum Bahnhof“ (heute „Birkenhof“), wo mit dem regelmäßigen Training begonnen wurde. In dem damaligen „Bahnhofwirt“ Karl Karcher fanden die Tischtennisfreunde einen weiteren Gönner. Er stellte nicht nur kostenlos den Wirtschaftssaal als Trainingsraum zur Verfügung, sondern er ließ auch von einem örtlichen Schreiner auf seine Kosten eine neue Tischtennisplatte anfertigen. Zu den Männern der ersten Stunde gehörten nicht nur die bereits angeführten Kriegsheimkehrer, sondern auch Alwin Buchinger, Heini Dietz, Richard Dietz (damaliger Forstwart) und Werner Dürr. Nach und nach stießen Bruno Haffner, Otto Haug, Egon Kern, Werner Kern, Kurt Kirchenbauer, Walter Mitschele, Edgar Mohr, Hans Schenk und Hermann Wicker zu ihnen. Einer der großen Förderer und Hauptinitiatoren des Tischtennissportes in lttersbach war Sportkamerad Alwin Buchinger, der im Jahre 1949 durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Dieser Idealist ist es gewesen, der unter schwierigen Bedingungen oft bis nach München fuhr, um dort die für das Tischtennisspiel notwendigen Utensilien zu beschaffen. In der Nachkriegszeit ein kleines Abenteuer. Er besaß auch das Talent, beschädigte Zelluloidbälle zwei- bis dreimal mit Aceton zu flicken. Tischtennisbälle konnten nur schwer beschafft werden und oft waren Brotmarken das einzige Tauschmittel, um auf dem schwarzen Markt in den Besitz des Spielgerätes zu kommen.

Auch in der Nachbargemeinde Langensteinbach hatte man von Tischtennis gehört. Neugierige kamen nach lttersbach, schauten zu und spielten bald selbst mit. Nachdem sich in lttersbach und auch in Langensteinbach je eine Tischtennismannschaft gebildet hatte, trugen die beiden Teams untereinander auch die ersten freundschaftlichen Wettkämpfe aus. Allmählich fanden sich in der Umgebung weitere Mannschaften zusammen. Sie kämpften in einer mehr oder weniger selbst organisierten Runde um die ersten Punkte. Nach mündlichen Überlieferungen setzte sich die damalige Ittersbacher Mannschaft aus Fritz Axtmann, Erhard Becker, Alwin Buchinger, Heini Dietz, Eugen Kern und Fritz Ketzel zusammen. In der Zwischenzeit hatten sich auch die Sportverbände wieder organisiert und dies bedeutete, dass die Mannschaften, die am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen wollten, einem Sportverein angehören mussten. Die Ittersbacher Tischtennisspieler schlossen sich als Abteilung dem VfR lttersbach an. Dies brachte auch den Wechsel des Spiel- und Trainingslokals mit sich. Der Umzug in das Gasthaus „Zum Rössle“, dem damaligen Vereinslokal der lttersbacher Fußballer, wurde vollzogen.

Als VfR lttersbach wurde im Jahre 1947 der offizielle Spielbetrieb aufgenommen. Sowohl im Sportkreis Pforzheim als auch im Sportkreis Karlsruhe wurde noch in wenige Sportvereinen Tischtennis betrieben. Aus diesem Grunde gab es eine gemeinsame Liga, was zur Folge hatte, dass die Akteure von damals u. a. nach Karlsruhe-Durlach, Liedolsheim, Berghausen, Königsbach, Pforzheim und Mühlacker reisen mussten, um ihre Punktespiele zu absolvieren. Die Fahrten dorthin erfolgten oftmals mit dem Fahrrad, auf der Ladepritsche eines LKW-Holzvergasers oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Jahre 1951 baute der VfR lttersbach sein Vereinsheim. Dies verpflichtete die Tischtennisabteilung, in das neue Vereinsheim umzuziehen. Bessere Spielbedingungen wurden dadurch allerdings nicht erreicht. Viele interessierte Jugendliche konnten nicht so am Training beteiligt werden, wie dies notwendig gewesen wäre. Die Folge war, dass sie der Sportart eines Tages den Rücken kehrten.
In der Zwischenzeit hatten sich auch die Sportkreise Pforzheim und Karlsruhe im Bereich Tischtennis stabilisiert und jedem Kreis war es möglich, eine eigene Liga aufzubauen. Die lttersbacher schlossen sich dem Sportkreis Karlsruhe an. Die Mannschaft wurde in die Kreisklasse B eingestuft und schaffte auf Anhieb die Meisterschaft. In finanziell schwierigen Zeiten war die Unterstützung, die der VfR lttersbach seiner Tischtennisabteilung gewährte, nie ausreichend. Die Tischtennisspieler mussten alle ihre Unkosten selbst tragen und entschlossen sich deshalb im Jahre 1954 zur Selbständigkeit. Am Sonntag, dem 7. Februar gründeten sie nachmittags im Gasthaus „Rössle“ in Ittersbach den 1. Tennisclub Ittersbach. Wie der ursprüngliche Vereinsname sagt, war von den 17 Vereinsgründern, darunter 2 Frauen, damals geplant, neben Tischtennis auch Tennis auszuüben. Dieses Vorhaben musste mangels einem geeigneten Gelände für einen Tennisplatz aber zunächst verschoben werden. Hans Schmidt wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als Vereinsfarben entschied man sich für blau und rot. Vereinslokal wurde erneut das Gasthaus „Zum Rössle“, was wieder einen Umzug zur Folge hatte.

Nach dem Neubeginn als 1. TC Ittersbach kämpften die Zelluloidkünstler über ein Jahrzehnt mit wechselndem Erfolg im lttersbacher „Rössle-Saal“ um Punkte. Im Jahre 1966 erfolgte der Umzug in das Vereinsheim der Kleintierzüchter, mit dem Schwung in die Jugendarbeit kam. Erich Ochs, Werner Kern, Jürgen Rittmann und ganz besonders Hans Schenk waren dafür verantwortlich. Aus dessen Talentschmiede gingen viele Spieler hervor, von denen einige noch heute in den Herrenmannschaften aktiv sind. Im Jahre 1970 wechselte der Verein in den Sportkreis Pforzheim. Es folgte die sportlich erfolgreichste Zeit. Mit Ausnahme einer zweijährigen Unterbrechung war die 1. Mannschaft danach bis 1996 ständig in der höchsten Spielklasse auf Kreisebene vertreten. Zahlreiche Titel und Platzierungen bei Kreismeisterschaften wurden in den siebziger Jahren errungen und ab 1972 nahm zum ersten Mal für ein paar Jahre eine Damenmannschaft am Spielbetrieb teil.

Mehr historischen als materiellen Wert hat der im Jahre 1960 hergestellte lttersbacher Heimatfilm, dessen Initiator der damalige 1. Vorsitzende Harald Ochs war. Ein neu gegründetes Filmteam drehte 1974 von lttersbach und seiner Bevölkerung einen weiteren Dokumentarstreifen. Auch anschließend waren die Männer hinter den Linsen und ihre Helfer bei manchem aktuellen Anlass dabei. Sie bannten mit ihren Super8-Kameras die Schulhauseinweihung in lttersbach, die Jungfernfahrt der AVG auf der Strecke Langensteinbach - lttersbach und die Einweihung des Gymnasiums in Karlsbad -Langensteinbach auf Zelluloid.

Günter Kern, der ehemalige Ehrenvorsitzende, hatte 1968 die Idee, Altpapier zu sammeln, um die Vereinskasse aufzubessern. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein wahrer Kult. In drei Jahrzehnten sammelte der TC in Ittersbach über 1300 Tonnen Altpapier ein, ehe 1998 Schluss war, weil nur noch wenige Mitglieder bereit waren, sich dafür zu engagieren. Fritz Dambach wurde anlässlich seines 50. Geburtstages für seine besonderen Verdienste um die Altpapiersammlungen zum „Altpapiermeister“ ernannt. Über so manche Begebenheit, die sich bei den mehrmals jährlich durchgeführten Sammlungen zutrug, wird noch immer geschmunzelt.

Zur Tradition des Tischtennisclubs gehören auch die Vatertagsausflüge der  "TC-Väter und solchen, die es werden wollen". Ging es früher überwiegend per Bus in die Weinanbaugebiete der Pfalz, von Württemberg und auch von Baden, so führen die Himmelfahrtswanderungen inzwischen in die nähere Umgebung oder in Richtung Strom- und Heuchelberg. Auch um die Vatertagsausflüge ranken sich einige Geschichtchen, die für Teilnehmer unvergessen bleiben werden.

Im Jahre 1974 mussten die Verantwortlichen des Vereins einsehen, dass die Ausstellungshalle im Vereinsheim der Kleintierzüchter zu klein geworden war. Die Abwicklung des Spiel- und Trainingsbetriebes war nicht mehr möglich, weil sich die Zahl der Mannschaften inzwischen auf insgesamt 8 erhöht hatte. Es wurde eine Ausweichmöglichkeit gesucht und man fand sie in der Sporthalle des Schul- und Sportzentrums in Langensteinbach. Bald musste man jedoch erkennen, welche Schwierigkeiten es mit sich brachte, den Trainingsbetrieb in einen anderen Ort zu verlegen. Das Problem, alle Schüler und Jugendlichen in das 6 Kilometer entfernte Langensteinbach zu befördern, war auf die Dauer nicht tragbar.
Im Herbst des Jahres 1976 wurde von der Gemeindeverwaltung als Spiel- und Trainingslokal der Gymnastikraum der neuen Schule in lttersbach angeboten. Dankbar nahm der Verein das Angebot an, obwohl die Maße dieses Raumes für Wettkämpfe keineswegs ideal waren. Nun verteilte sich der Spiel- und Trainingsbetrieb auf 3 Sportstätten. Auf Dauer waren die damit verbundenen Mehrkosten aber nicht zu tragen und schließlich entschied man sich, das Vereinsheim der Kleintierzüchter aufzugeben, weil dort die Verhältnisse den sportlichen Anforderungen am wenigsten entsprachen.

Im Gymnastikraum der Ittersbacher Schule wurden 4 Trainingsabende belegt, um den Sportbetrieb bewältigen zu können. Obwohl dieses Angebot, insbesondere für die Jugend bei weitem nicht ausreichend war, wirkte sich dies auf die Sporthalle in Langensteinbach nachteilig aus. Nur wenige waren noch dazu zu motivieren, auch dort zu trainieren und 1978 wurde auch die Halle im Nachbarort aufgegeben. Es hatte sich gezeigt, dass insbesondere Jugendarbeit nur am Ort betrieben werden kann.

Im Jahre 1979 feierte der TC und der Regie von Organisationschef Günter Kern und dem 1. Vorsitzenden Werner Kern mit einem mehrtägigen Zeltfest und einem bunten Programm bei der Ittersbacher Schule sein 25-jähriges Bestehen. Eine überragende Saison gelang im Jubiläumsjahr der 1. Mannschaft mit Werner Kern, Willi Mohr, Manfred Metz, Volker Wallburg, Werner Gegenheimer und Ulrich Maiterth, als sie Vizemeister in der höchsten Spielklasse des Tischtenniskreises Pforzheim sowie Kreispokalsieger wurden.

Ein weiteres Jubiläum gab es 1982 zu begehen. Ittersbach war 750 Jahre zuvor zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden, was mit einem großen Dorffest gefeiert wurde. Hier fiel auch der Startschuss für das Ittersbacher Straßenfest. Der Tischtennisclub war von Anfang an mit einem Stand an dem seit 1985 alle zwei Jahre stattfindenden Spektakel dabei. Geändert hat sich im Laufe der Zeit lediglich die Speisekarte. Waren es zu Beginn Fleischküchle mit Kartoffelsalat und Rindfleisch mit Meerrettich, so verwöhnten die Köchinnen und Köche des TC ihre Gäste später mit Schweinehaxen und mit mexikanischen Spezialitäten. Nach wie vor ist man beim Ittersbacher Straßenfest eine feste Größe, da jedoch der Aufwand für kulinarische Leckerbissen zu groß geworden ist, wurde das Angebot an Speisen reduziert.

Vier Jahre danach hatte das Warten auf eine Sporthalle in Ittersbach ein Ende. Bereits 1959 waren sich die Verwaltung der damals noch selbständigen Gemeinde Ittersbach und die örtlichen Vereine darüber einig, dass ein solche Halle im Ort notwendig ist. Leider dauerte es fast ein viertel Jahrhundert, bis es soweit war. Die heutige Wasenhalle wurde 1983 ihrer Bestimmung übergeben. Die Tischtennisspieler zogen gerne noch einmal um, denn in der neu erbauten Sportstätte fanden sie endlich optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen sowie ein ausreichendes Platzangebot vor. Durch den Umzug kam auch in die Jugendarbeit wieder mehr Bewegung und man konnte in der Saison 1984/1985 eine Mädchenmannschaft ins Rennen schicken. Die jungen Frauen waren anschließend aber nur noch zwei Jahre bei den Damen aktiv und hängten dann ihre Schläger an den Nagel. Erst 2011 hat das Mädchen- und in der Folge das Damentischtennis beim TC eine Wiedergeburt erfahren.

Im Jahr darauf hielt die Fastnacht in Ittersbach Einzug. Etwa 20 Mitglieder ließen sich von der Narretei anstecken und gründeten die TC-Dominos. Mit einer einzigen Ausnahme nahmen sie in ihren rot-schwarzen Kostümen und lustigen Masken an bislang allen Ittersbacher Fastnachtsumzügen teil. Als 1985 der erste Zunftball stattfand, waren die Tischtennisnarren ebenfalls mit von der Partie. Günter Kern nahm in der Bütt die Lokalpolitik aufs Korn und die Dominos hatten mit einem Gesangsbeitrag mit selbst getexteten Liedversen über das Dorfleben die Lacher auf ihrer Seite. Zwei Jahre später war der Start der TC-Hitparade, die über ein Jahrzehnt lang die Besucher des Zunftballes begeisterte. Unvergessen bleiben die Playback-Imitationen von zahlreichen Pop- und Rockgrößen. Einige Zeit war der Tischtennisclub auch Mitglied der Ittersbacher Faschingsgemeinschaft und beteiligte sich an der Durchführung der Faschingsveranstaltungen. Mitte der neunziger Jahre zog man sich daraus aber zurück.

„Es kriselt in der TC-Familie“ hieß es im Jahre 1986 in der lokalen Presse. Grund dafür war der Verlauf der Jahreshauptversammlung. Dieter Kappler schied als 2. Vorsitzender nach 25 Jahren und Heiner Kappler als Kassier nach 15 Jahren Vorstandstätigkeit aus. Für beide fand man aber keine Nachfolger, weshalb die Jahreshauptversammlung vertagt werden musste. Bei der 4 Wochen später stattgefundenen Neuauflage gelang es dann, die Vorstandschaft zu komplettieren. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand bei dieser Versammlung ein gemeinsamer Antrag des Vorstandes zur Satzungsänderung. Der ursprüngliche Plan der Gründungsmitglieder auch Tennis auszuüben, war in den siebziger Jahren verworfen worden, nachdem bis dahin immer noch kein geeignetes Grundstück für einen Tennisplatz gefunden war. Die Satzung sollte nun dahingehend geändert werden, dass der Zweck des Vereines nur noch die Pflege, Förderung und Verbreitung des Tischtennissport und nicht mehr des Tennissports ist. Diesen Teil des Antrages nahmen die Mitglieder mehrheitlich an. Heftig diskutiert wurde aber die Änderung des Vereinsnamens in „1. Tischtennisclub Ittersbach“. Viele Mitglieder erinnerten an die Namenstradition. Es kam schließlich ein Kompromiss zustande. Der Verein nannte sich zukünftig „1. Tischtennisclub Ittersbach“, aber die Kurzform „1. TC Ittersbach“ blieb.

Nach einer Idee der Verantwortlichen des TTC Langensteinbach wurden im Jahre 1988 die ersten Karlsbader Meisterschaften im Tischtennis aus der Taufe gehoben. Ein Jahr später war der TC zum ersten Mal Ausrichter dieses sportlichen Wettstreits zwischen Spielerinnen und Spielern der drei Karlsbader Tischtennisclubs. Das Turnier findet seither jährlich im turnusmäßigen Wechsel in Mutschelbach, Langensteinbach oder Ittersbach statt und ist aus dem Veranstaltungskalender der beteiligten Vereine nicht mehr wegzudenken.  

Doppelten Grund zum Feiern gab es 1992. Die 1. Mannschaft wurde Meister in der Kreisliga und kehrte nach zweijähriger Abwesenheit wieder in die Bezirksklasse zurück. Die 3. Mannschaft kam in der B-Klasse zu Meisterehren und stieg in die Kreisklasse A auf. Nach einigen Auf- und Abstiegen gelang 2015 nochmals eine Doppelmeisterschaft. Für die 1. und 2. Mannschaft ging es jeweils eine Etage höher in die Bezirksklasse bzw. Kreisliga.

In der Reihe „Vereine stellen sich vor“ präsentierte sich der Tischtennisclub im Jahre 1994 drei Tage lang im Karlsbader Heimatmuseum in Ittersbach. Verbunden war damit die Feier zum 40-jährigen Bestehen. Kein klassisches Jubiläum, jedoch Anlass genug, um bei einem kleinen Festabend in der urigen Atmosphäre der Museumsscheune zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft, Spielertätigkeit und Verdienste zu ehren. Die über die Veranstaltungstage vorgeführten Ittersbacher Heimatfilme fanden ebenso großen Anklang, wie die in einer Ausstellung gezeigten Vereinsrequisiten, Spielerpässe, Fotos und Trikots aus vergangenen Tagen.

Mitte der neunziger Jahre hatte die Jugendabteilung einen großen Zulauf und es erwies sich im Nachhinein als Fehler, dass beim Umzug in die Wasenhalle für den Nachwuchs nur ein Übungsabend in der Woche beantragt worden war. Der Trainings- und Spielbetrieb der Jugend musste entzerrt werden. Da in der Wasenhalle inzwischen keine weiteren Belegungszeiten mehr zur Verfügung standen, war man froh, mit einer Schülermannschaft an eine alte Wirkungsstätte zurückkehren zu können. Ab 1996 bestritten die Jüngsten für einige Jahre ihre Heimspiele wieder im Gymnastikraum der Ittersbacher Schule. In der Saison 1995/1996 feierte die Jugendabteilung ihren bis dahin größten Erfolg. Das Jungenteam wurde in der Bezirksklasse Vizemeister und noch besser machte es die 1. Schülermannschaft. Sie errang in der Kreisliga den Meistertitel. Leider verloren viele der damaligen Talente allmählich die Lust am Tischtennissport oder sie beendeten wegen ihrer Berufsausbildung kurz darauf die noch junge Karriere. Auch deshalb gelang es dem Verein bedauerlicherweise viele Jahre nicht mehr, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für die 1. Herrenmannschaft zu rekrutieren. Die Verantwortlichen erkannten aber die Zeichen der Zeit und forcierten die Jugendarbeit. Günstigerweise wurden in der Wasenhalle Kapazitäten frei, so dass der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb nun dort stattfinden kann. Nach der Saison 2016/2017 stand sowohl die U15-Mannschaft in der Bezirksklasse als auch die U18-Mannschaft in der Kreisliga ganz oben in der Tabelle. Inwischen ist es auch wieder gelungen, junge Athleten im Erwachsenenbereich zu integrieren.

Der 1. TC Ittersbach zählt derzeit knapp 100 erwachsene Mitglieder sowie 20 Schüler und Jugendliche. In der laufenden Saison nehmen drei Herren- und eine Damenmannschaft am Spielbetrieb teil. Hinzu kommen eine U15- und eine U18-Mannschaft. Neben dem Sport haben aber auch Kameradschaft, andere Aktivitäten und die Integration aller im Verein vertretenen Altersgruppen einen hohen Stellenwert. Dies alles zu pflegen und zu fördern soll auch in Zukunft Aufgabe und Verpflichtung sein, wofür eine von Idealismus geprägte solide Vereinsführung erforderlich ist.

 


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